Aus der Website der Staatlichen Galerie Moritzburg Halle / Landeskunstmuseum Sachsen-Anhalt

SONDERAUSSTELLUNG

28.01. bis 11.03.2001

Künstler der Hamburger Sezession

aus der Sammlung Hermann Josef Bunte

In mehr als drei Jahrzehnten trug der Hamburger Jurist Hermann-Josef Bunte eine bedeutende Kunstsammlung zusammen. Sein Blick richtet sich seit vielen Jahren auf die zur Unrecht vergessenen Künstler des 20. Jahrhunderts, die im Nationalsozialismus verfemt wurden und auch nach dem zweiten Weltkrieg nicht die Würdigung fanden, die sie verdienten. Hermann-Josef Bunte sammelt nicht die verschmähten Werke bekannter Künstler, sondern herausragende Werke vergessener Künstler, zumeist Künstler der zweiten Expressionistengeneration. Ihnen zu neuem Ansehen zu verhelfen, ist sein Anliegen.
Buntes Sammeltätigkeit verbindet sich mit seinen Lebensstationen. Als er 1986 von Bielefeld nach Hamburg zog, wandte er sich den Künstlern dieser Stadt zu. Hatten ihm zuvor insbesondere Peter August Böckstiegel der Freund Felixmüllers, und Hermann Stenner, der begabte Hölzel-Schüler, interessiert, so richtete sich sein Blick jetzt auf die Mitglieder der Hamburgischen Sezession, eine Künstlervereinigung, die von 1919 bis 1933 existierte. Diese Künstler stellt die Ausstellung in Halle vor.

Neben Gemälden einzelner Gründungsmitglieder wie Ivo Hauptmann, Dorothea Maetzel-Johannsen und Erich Hartmann werden Werke der Maler Karl Kluth, Friedrich Ahlers-Hestermann und Anita Rée zu sehen sein. Karl Ballmer, dessen expressive Abstraktion Max Sauerlandt in seiner Vorlesung zur "Kunst der letzten 30 Jahre" besonders würdigte, sowie Rolf Nesch, dessen einzigartiger Zyklus der Hamburg Brücken von Gustav Schiefler hoch geschätzt wurde, sind mit eindrucksvollen Beispielen vertreten. Zur jüngeren Generation gehören Arnold Fiedler, Eduard Bargheer und Willem Grimm.

Die Sammlung war zuerst in Schloß Gottorf und der Hamburger Kunsthalle zu sehen. Bisherige Stationen dieser Tournee waren Wilhelmshaven, Solingen und Neu-Ulm.

Es erscheint ein Katalog.